Diese Anthologie versammelt Liebesromane und erzählerische Ausschnitte, die das Gefühlsleben, die gesellschaftliche Ordnung und die ästhetischen Umbrüche des langen 18. und 19. Jahrhunderts ausloten. Im Zentrum steht die Regency-Zeit mit ihren Salons, Erbschaftsfragen, Konventionen und Heiratsstrategien; zugleich öffnen romantische, sentimentale, gotische und historische Erzählweisen den Blick über England hinaus. Subtile Gesellschaftskomödien begegnen leidenschaftlichen Konfliktgeschichten, Bildungsromanen und poetisch gefärbten Liebeserzählungen. Die Auswahl führt Stimmen aus dem britischen, deutschen, französischen, skandinavischen und russischen Literaturraum zusammen. Autorinnen wie Fanny Burney, Jane Austen, Maria Edgeworth, die Brontës und Germaine de Staël stehen neben Goethe, Eichendorff, Stendhal, Victor Hugo, Tolstoi und weiteren prägenden Gestalten. Ihre Texte verhandeln Liebe nicht als bloßes Privatgefühl, sondern als Schnittstelle von Geschlecht, Klasse, Bildung, Nation und ökonomischer Abhängigkeit. Damit verbindet der Band die Kultur der Regency mit Sentimentalismus, Romantik, Realismus und dem Aufstieg des modernen Romans. Für Leserinnen und Leser bietet dieser Band die seltene Gelegenheit, bekannte und wiederzuentdeckende Positionen in einen produktiven Dialog zu setzen. Er empfiehlt sich als anregende Lektüre und als literaturgeschichtliche Erkundung: Die Vielfalt der Formen schärft den Blick dafür, wie wandelbar Liebe erzählt wird – zwischen Vernunft und Begehren, sozialer Pflicht und individueller Selbstbestimmung.

Die beliebtesten Liebesromane der Regency-Zeit : Europäische Klassiker über Standesgrenzen, Selbstbestimmung und moderne Gefühle
Geschrieben von Fanny Burney, Jane Austen und andere






















