In der Kultur versteht sich nichts von selbst. Die Fähigkeiten und Fertigkeiten, Praktiken und Kenntnisse, die eine Kultur konstituieren und bewahren, sind keine natürlichen und selbstverständlichen Vermögen, sondern sie sind historisch geworden und auf technische Weise verfasst. Der Begriff 'Kulturtechnik' rückt diese technischen Gesichtspunkte an einer Kultur in den Vordergrund und lenkt die Aufmerksamkeit auf ihren materiellen Bedingungen und Voraussetzungen. Die historische Ausrichtung der hier versammelten zehn Versuche ist durch die Epoche des Barock selbst angeleitet, in der die Kulturtechniken eine zentrale Rolle spielen: Kulturtechniken sind wesentlich an der Produktion eines Personals beteiligt, das herrschen und regieren kann; sie prägen die Beziehungen zwischen Herrschern und Untertanen; sie sind die Grundlage des höfischen Zeremoniells und regeln die zwischenstaatliche Kommunikation. Vor diesem Hintergrund unternehmen die zehn Versuche exemplarische Analysen, die ihr Augenmerk auf spezifische Akteure wie den Fürsten, Höfling oder Diener, auf spezifische Praktiken wie die Universitätsvorlesung, Briefkommunikation oder das Stimmen von Musikinstrumenten, oder auf spezifische Orte wie die Kunstsammlung richten.
Über dieses Buch
In der Kultur versteht sich nichts von selbst. Die Fähigkeiten und Fertigkeiten, Praktiken und Kenntnisse, die eine Kultur konstituieren und bewahren, sind keine natürlichen und selbstverständlichen Vermögen, sondern sie sind historisch geworden und auf technische Weise verfasst. Der Begriff 'Kulturtechnik' rückt diese technischen Gesichtspunkte an einer Kultur in den Vordergrund und lenkt die Aufmerksamkeit auf ihren materiellen Bedingungen und Voraussetzungen. Die historische Ausrichtung der hier versammelten zehn Versuche ist durch die Epoche des Barock selbst angeleitet, in der die Kulturtechniken eine zentrale Rolle spielen: Kulturtechniken sind wesentlich an der Produktion eines Personals beteiligt, das herrschen und regieren kann; sie prägen die Beziehungen zwischen Herrschern und Untertanen; sie sind die Grundlage des höfischen Zeremoniells und regeln die zwischenstaatliche Kommunikation. Vor diesem Hintergrund unternehmen die zehn Versuche exemplarische Analysen, die ihr Augenmerk auf spezifische Akteure wie den Fürsten, Höfling oder Diener, auf spezifische Praktiken wie die Universitätsvorlesung, Briefkommunikation oder das Stimmen von Musikinstrumenten, oder auf spezifische Orte wie die Kunstsammlung richten.
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Reihe:
Band 94 in KaleidogrammeSprache:
Deutsch
Format:

Would you like to play a game? : Die Kultur des Computerspielens

Macht und Ohnmacht des Schreibens : Späte Texte Heiner Müllers

Der formatierte Körper : Relationen von Wissenschaft, Kunst und Technik als Interface-Problematik und -Phänomen

Wittgensteins Sprachspiel der Emotionen

Literatur topographiert : Der Balkan und die postjugoslawischen Kriege im Fadenkreuz des Erzählens

Ästhetik der Dingwelt : Materielle Kultur bei Jean Paul, Aby Warburg und Walter Benjamin

Gespenstergeschichten : Der linke Terrorismus der RAF und die Künste

Kulturwissenschaftliche Komparatistik : Fallstudien

Vom Versuch : Bauteile zur Zirkulationsgeschichte einer impliziten Gattung der Aufklärung

»Soll ich meines Bruders Hüter sein?« : Der Kain-Abel-Komplex als Spiegel widerstreitender Gedächtnisdiskurse in der deutschsprachigen & spanischsprachigen Literatur

»Es heiszt aber ganz Europa …« : Imperiale Vermächtnisse von Herder bis Handke
