Über dieses Buch

Historiker Koselleck als geschichtspolitischer Akteur und streitbarer Intellektueller.

Im Jahr 1993 stießen die Pläne der Bundesregierung zur Neugestaltung der Neuen Wache in Berlin auf erheblichen Widerspruch. Zu den schärfsten Kritikern dieser vor allem vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl forcierten Umwidmung gehörte Reinhart Koselleck, der wiederholt und für seine Verhältnisse ungewöhnlich lautstark Stellung bezog. Rückblickend erweist sich diese Kontroverse als der Beginn eines öffentlichen Engagements, das man zuvor von dem Bielefelder Historiker nicht kannte. Ob Neue Wache oder Holocaust-Mahnmal – Koselleck äußerte sich fortan ebenso deutlich wie zunehmend polemisch zu den im vereinigten Deutschland verhandelten erinnerungskulturellen Großprojekten. Das Buch setzt Kosellecks geschichtspolitische Interventionen zu seiner Verzeitlichungstheorie der Moderne in Beziehung, reflektiert sie biographisch und geht zudem seiner Verhältnisbestimmung von Erfahrung und Erinnerung nach. Das Nachleben vergangener Ereignisse im Modus des Erinnerns verstand Koselleck als ein Transformationsgeschehen, das er in Anlehnung an Martin Heidegger als Überschritt begrifflich zu fassen versuchte.

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  1. Die Gegenwart der Gewalt und die Macht der Aufklärung : Festschrift für Jan Philipp Reemtsma

    Susanne Fischer, Alfons Söllner, Frank Hatje, Anton Bierl, Klaus Manger, Andrej Angrick, Sebastian Scheerer, Carsten Brosda, Karsten Linne, Ute Daniel, Regina Mühlhäuser, Iris Radisch, Nikolaus Heidelbach, Detlef Garbe, Claus Leggewie, Volkhard Knigge, Hans-Georg Soeffner, Ariane Smith, Eddie Hartmann, Eva-Maria Engelen, Stephan Opitz, Reinhard Merkel, Juliane Bremer, Tina Hartmann, Jürgen Habermas, Christian Schneider, Christoph Gödde, Wolfgang Kraushaar, Alexander Kluge, Ulrike Jureit, Achatz von Müller, Nikola Tietze, Erdmut Wizisla, Olaf Scholz, Hans-Peter Nowitzki, Anne-Kristin Voggenreiter, Charlotte Drews-Bernstein, Thomas Schmid, Stefanie Carp, Sven Hanuschek, Sibylle Lewitscharoff, Bernd Rauschenbach, Joachim Kersten, Jan-Christian Cordes, Ulrike Lorenz, Wolfgang Knöbl, Ann Kathrin Scheerer, Stefan Malthaner, Thomas Hoebel, Frank Eisermann, Gerd Hankel

  2. Die Gegenwart der Gewalt und die Macht der Aufklärung : Festschrift für Jan Philipp Reemtsma

    Stefanie Carp, Stefan Malthaner, Reinhard Merkel, Jürgen Habermas, Carsten Brosda, Frank Eisermann, Susanne Fischer, Ulrike Jureit, Stephan Opitz, Andrej Angrick, Thomas Hoebel, Achatz von Müller, Ann Kathrin Scheerer, Olaf Scholz, Christian Schneider, Juliane Bremer, Nikolaus Heidelbach, Christoph Gödde, Hans-Peter Nowitzki, Karsten Linne, Regina Mühlhäuser, Gerd Hankel, Hans-Georg Soeffner, Klaus Manger, Nikola Tietze, Charlotte Drews-Bernstein, Eddie Hartmann, Tina Hartmann, Ute Daniel, Volkhard Knigge, Eva-Maria Engelen, Bernd Rauschenbach, Anton Bierl, Ulrike Lorenz, Frank Hatje, Wolfgang Knöbl, Anne-Kristin Voggenreiter, Claus Leggewie, Sven Hanuschek, Alexander Kluge, Sibylle Lewitscharoff, Joachim Kersten, Thomas Schmid, Detlef Garbe, Erdmut Wizisla, Jan-Christian Cordes, Wolfgang Kraushaar, Alfons Söllner, Sebastian Scheerer, Ariane Smith, Iris Radisch

  3. Magie des Authentischen : Das Nachleben von Krieg und Gewalt im Reenactment

    Ulrike Jureit

  4. Das Ordnen von Räumen : Territorium und Lebensraum im 19. und 20. Jahrhundert

    Ulrike Jureit