Ein Arztbesuch und seine Folgen : Dr. Norden 184 – Arztroman

Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.

Patricia Vandenberg ist die Begründerin von "Dr. Norden", der erfolgreichsten Arztromanserie deutscher Sprache, von "Dr. Laurin", "Sophienlust" und "Im Sonnenwinkel". Ohne ihre Pionierarbeit wäre der Roman nicht das geworden, was er heute ist.

»Für eine exakte Diagnose müsste ich Sie zu einem Orthopäden überweisen«, erklärte Dr. Daniel Norden seiner Patientin Christina Schreiber und half ihr, sich auf der Behandlungsliege aufzusetzen. »Oder aber ich mache gleich einen Termin in der Behnisch-Klinik für Sie aus. Dort kann die Diagnose gestellt und gleich ein Termin für die Weiterbehandlung ausgemacht werden.« »Sie meinen also, ich muss auf jeden Fall operiert werden?«, fragte Tina mit einem verzweifelten Blick auf ihr Knie. Ein falscher Schritt im Schwimmbad, und schon war sie ins Straucheln geraten und so unglücklich gestürzt, dass sie sich das Kreuzband gerissen hatte. Zumindest war das Daniel Nordens Vermutung. »Was macht Sie so sicher? Könnte das Kreuzband nicht einfach nur überdehnt sein?« Ihre Zweifel lagen nicht an ihrem mangelnden Vertrauen zu Dr. Norden, sondern ließen sich vielmehr mit ihrer panischen Angst vor einer Operation begründen. Wie immer setzte Daniel auf deutliche Worte. »Alle Anzeigen sprechen für eine Ruptur. Sehen Sie hier die Schwellung und den Bluterguss.« Er deutete auf das deutlich angeschwollene Kniegelenk, das sich seit dem Unfall vor ein paar Tagen in allen Farben des Regenbogens verfärbt hatte. »Die Tests haben einen eingeschränkten Bewegungsumfang ergeben. Außerdem hatten Sie Schmerzen.« Deutlich erinnerte er sich an die Miene seiner Patientin, als er die Untersuchungen durchgeführt hatte.