Western Helden – Die neue Reihe für echte Western-Fans!
Harte Männer, wilde Landschaften und erbarmungslose Duelle – hier entscheidet Mut über Leben und Tod. Ob Revolverhelden, Gesetzlose oder einsame Reiter auf der Suche nach Gerechtigkeit – jede Geschichte steckt voller Spannung, Abenteuer und wilder Freiheit.
Erlebe die ungeschönte Wahrheit über den Wilden Westen
Am Morgen hatte Shane die Schatten der Berge verlassen. Er trabte nun seit Stunden durch ein weites, einsames Tal. Er hatte weder Eile noch ein Ziel, aber er hoffte, heute oder morgen auf eine Ansiedlung von Heimstättern zu stoßen, wo er sich neu verproviantieren konnte. Die Sonne brannte heiß und hinterließ hässliche Narben in der Erde, die verrieten, dass es hier seit Wochen nicht mehr geregnet hatte. Gegen Mittag, als der Feuerball seinen höchsten Punkt erreichte, wechselte er die Spur und suchte das weite Schattendach einer einsamen White Hickory auf dem nahen Hügel. Er sattelte das schweißtriefende Pony ab, rieb sein Fell trocken und ließ es einfach grasen. Er selbst breitete seine Decke aus, legte sich nieder und starrte gelangweilt in das welke Blätterdach des Baumes. Kein Windzug streifte das hohe Gras. Es schien, als halte der Tag den Atem an. Zwei Stunden später brach er auf. Das Tal erstreckte sich von Norden nach Süden bis zu den fernen Bergmassiven, die wie graue Schatten in der hitzeflimmernden Luft schillerten. Nur nach Westen war der offene Weg zu erkennen. Eine Antilope streifte seine Fährte. Shane folgte ihr eine Weile, bis er erkannte, dass der schlanke Kerl flinker auf den Beinen war als sein müder Gaul. Am Abend lagerte er in einer windgeschützten Mulde, teilte den letzten Wassertropfen mit seinem vierbeinigen Gefährten und dachte: Es wird Zeit, dass wir eine Tijana finden. Schmutziggraue, mit Staub bedeckte Buschhecken umspannten die Mulde wie einen Panzer. Er zog das Fernglas aus der Satteltasche und stieg auf den Hügel hinauf. Vom höchsten Punkt aus suchte er die Umgebung nach irgendwelchem Leben ab. Nach einer Weile wollte er enttäuscht das Glas absetzen, da sah er eine dünne Rauchfahne hinter dem nächsten Hügel hochsteigen. Also war er doch nicht alleine in dieser gottverlassenen Einöde.























