Kleiner Fehler mit schlimmen Folgen : Chefarzt Dr. Norden 1318 – Arztroman

Jenny Behnisch, die Leiterin der gleichnamigen Klinik, kann einfach nicht mehr. Sie weiß, dass nur einer berufen ist, die Klinik in Zukunft mit seinem umfassenden, exzellenten Wissen zu lenken: Dr. Daniel Norden!

So kommt eine neue große Herausforderung auf den sympathischen, begnadeten Mediziner zu. Das Gute an dieser neuen Entwicklung: Dr. Nordens eigene, bestens etablierte Praxis kann ab sofort Sohn Dr. Danny Norden in Eigenregie weiterführen. Die Familie Norden startet in eine neue Epoche!

Der Schlaf tat ihr gut. Er war tief, traumlos – und leider viel zu kurz. Selten hatte Lena das Weckerklingeln so gestört wie heute. Sie war müde und schaffte es kaum, die Augen zu öffnen, während sie nach dem Wecker tastete, um ihn abzustellen. Emmi lag neben ihr im Bett und rührte sich nicht. Sie war Lenas einjährige Tochter, ihre größte Freude, ihr wertvollster Schatz und der Grund, warum sie heute viel zu müde war, um sofort aus dem Bett zu springen. Ihre Kleine quälte ein neuer Backenzahn, der gerade durch das Zahnfleisch stieß und für anstrengende Tage und schlaflose Nächte sorgte. Heute Nacht war es besonders schlimm gewesen. Lena hatte alles versucht, um ihre Kleine zu beruhigen und so zum Einschlafen zu bringen. Doch nichts hatte geholfen. Weder gekühlte Beißringe noch das lindernde Zahngel, das sie von der Kinderärztin bekommen hatte. Auch das Umhertragen und das leise Vorsingen waren diesmal sinnlos gewesen. Erst in den frühen Morgenstunden war Emmi zur Ruhe gekommen und im Bett ihrer Mutter eingeschlafen. Lena lag auf der Seite und betrachtete ihr friedlich schlafendes Baby. Als sich Emmis Mundwinkel anhoben und sie im Schlaf lächelte, ging Lenas Herz auf. Vergessen waren die nächtlichen Strapazen. Genau wie die anderen Sorgen, die manchmal mehr und selten weniger drückten. In Momenten wie diesen zählte nur noch ihr kleines, süßes Engelchen, das sie mehr liebte als alles andere auf dieser Welt. Was machte es da schon, wenn das Geld knapp war, weil sie wegen Emmi nicht in Vollzeit arbeiten konnte? Oder dass sie sich oft etwas einsam fühlte, weil es niemanden gab, mit dem sie reden konnte und der sie einfach mal in den Arm nahm.