Gemäß allgemeiner Lehrmeinung besitzt das Altirische keinen Infinitiv, sondern nur Verbalnomina (Verbalabstrakta). Das Buch zeigt, dass das Altirische aber auch eine Konstruktion kennt, die infinitivischen Status beanspruchen darf, nämlich das Syntagma aus der Präposition do 'zu' und dem Dativ des Verbalnomens mit vorangestelltem Subjekt oder Objekt. Eine ausführliche Diskussion indogermanistischer und typologischer Theorien führt zu dem Schluss, dass Infinitive in der Regel aus finalen Ausdrücken grammatikalisiert sind mit der zentralen Funktion, als Prädikat von Komplementsätzen zu dienen. Vor diesem Hintergrund wird die Entstehung des altirischen do-Infinitivs erklärt und seine Verwendung anhand von über hundertfünfzig Beispielen, mehrheitlich aus den altirischen Glossensammlungen, dargestellt.
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Autor*in:
Reihe:
Band 8 in Münchner Forschungen zur historischen Sprachwissenschaft (MFhS) / Munich Studies in Historical LinguisticsSprache:
Deutsch
Format:

Untersuchungen zum inneren Sandhi des Indogermanischen : Der Zusammenstoß von Dentalplosiven im Indoiranischen, Germanischen, Italischen und Keltischen

Die frühlateinischen Inschriften und ihre Datierung : Eine linguistisch-archäologisch-paläographische Untersuchung

Die altindische Cvi-Konstruktion : Form, Funktion, Ursprung

Kleine Schriften

Suppletion und Defektivität im griechischen Verbum

Die Aorist-Präsentien des Indoiranischen : Untersuchungen zur Morphologie und Semantik einer Präsensklasse

Untersuchungen zu altindischen Abstrakta und Adjektiven im Rigveda und Atharvaveda : Die primären a-Stämme und die ana-Bildungen

Brythonic Celtic – Britannisches Keltisch : From Medieval British to Modern Breton

Das periphrastische Kausativ im Vedischen

Von Hammeln, Leichen und Unken : Etymologische Studien zu den thüringischen Dialekten, Teil 2

