Leiden ist schwer messbar – besonders, wenn es psychisch ist. Empirisch zugänglich ist hingegen die jeweilige Erklärung der Betroffenen dafür, woher das Leiden kommt und was für sie hilfreich und womöglich »heilend« sein kann. Der eine Patient möchte stabilisiert werden, um schnellstmöglich wieder zu arbeiten (»Reparatur«), der andere sucht einen Raum, um zur Ruhe zu kommen (»Erholung«). Für wieder andere Patientinnen steht im Fokus, den Lebensalltag zu bewältigen (»Krankheitseinsicht«), oder sie sind eher bemüht, sich aktiv mit der eigenen Person zu konfrontieren (»Selbstfindung«). Eines gilt dabei in allen Fällen: So unterschiedlich die individuellen Erwartungen der Patientinnen und Patienten an die psychosomatische Klinik im Kontext subjektiver Krankheitstheorien sind, so verschieden sind die therapeutischen Strategien und Herangehensweisen, die sie nahelegen. In ihrer Forschung hat Nora Alsdorf die subjektiven Krankheitstheorien und Therapieerwartungen von erwerbstätigen, psychisch Erkrankten empirisch erhoben, systematisiert, typisiert und im Kontext der gesellschaftlichen Entwicklungen interpretiert.
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Autor*in:
Reihe:
Interdisziplinäre Beratungsforschung.Sprache:
Deutsch
Format:

Supervisions- und Coachingprozesse erforschen : Theoretische und methodische Zugänge

Organisation, Individuum, Beratung : Systemtheoretische Reflexionen. Mit drei Beiträgen von Claudia Dehn, Katia Tödt und Falko von Ameln

»... und ging ins pralle Leben« : Facetten einer Sozialgeschichte der Supervision

»Ich bin halt so ein Arbeitsleistungsmensch« : Subjektive Krankheitstheorien und Therapieerwartungen nach beruflichen Krisen

Die Rolle unbewusster und vorbewusst-intuitiver Prozesse im Coaching unter besonderer Berücksichtigung der Persönlichkeitsentwicklung des Klienten

Das Geschlecht der Führung : Supervisorische Interaktion zwischen Tradition und Transformation

Strukturen der Organisationsberatungsinteraktion : Objektiv hermeneutische Untersuchung zur Professionalisierungsbedürftigkeit der Organisationsberatung

Spätzünder oder Frühstarter? : Männliche Existenzgründungen in der zweiten Lebenshälfte zwischen Selbstheilung, Angstabwehr und biografischer Innovation

Grenzbereiche der Supervision – Verwaltung in Bewegung

»... und ging ins pralle Leben« : Facetten einer Sozialgeschichte der Supervision

Spätzünder oder Frühstarter? : Männliche Existenzgründungen in der zweiten Lebenshälfte zwischen Selbstheilung, Angstabwehr und biografischer Innovation
