In dieser Arbeit wird eine kognitive Unterscheidung von physischer und psychischer Perspektive vorgenommen und empirisch gezeigt, dass diese Unterscheidung sprachlich von Bedeutung ist. Schwerpunktmäßig wird untersucht, wie sich psychische Perspektivität sprachlich widerspiegelt, weil sie wegen ihrer Mobilität als eine der kognitiven Eigenschaften gilt, die einen Menschen charakterisiert. Der Sprecher bewegt seine psychische Perspektive auf der Skala zwischen der Sprecherorigo und dem Objekt je nach seiner psychischen Nähe zum Objekt. Diese mobile Perspektive ist – anders als die physische Perspektive – nicht egozentrisch-fixiert und gilt als markiert. Ziel dieser Arbeit ist es, ein kognitives Prinzip vorzulegen, das auf der Nähe der psychischen Perspektive zum Objekt und der direkten Wahrnehmung basiert, und empirisch zu belegen, dass das kognitive Prinzip den Eigenschaften und Funktionen verschiedener Spracherscheinungen zugrunde liegt. Zu diesem Zweck werden anhand von Beispielen aus literarischen Texten die Demonstrative dieser und der, die erlebte Rede, das Fortbewegungsverb kommen, das Passiv und ein appositiver Relativsatz untersucht, wobei auch berücksichtigt wird, wie die subjektive Kamera oder die gemeinsame Aufmerksamkeit (joint attention) die psychische Perspektive des Lesers steuert.
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Autor*in:
Reihe:
Band 22 in Beiträge zur germanistischen SprachwissenschaftSprache:
Deutsch
Format:
System-Congruity and the Participles of Modern German and Modern English: A Study in Natural Morphology
Robert Bloomer
Wortneubildung im Text
Magdalena Matussek
Untersuchungen zu passivwertigen Funktionsverbgefügen im Deutschen der Gegenwart : Ein Beitrag zur funktionalen Valenzgrammatik
Olga Rösch
Syntaktische Relationen im Rahmen der Dependenzgrammatik
Wha-Young Jung
Das System der Partikelverben mit »aus« in der Gegenwartssprache
Franz Hundsnurscher
Attributstrukturen des Mittelhochdeutschen im diachronen Vergleich
Birgit Barufke
These, Antithese, Synthese : Zu Wandel und Beständigkeit des Sprachstils im Werk von Christa Wolf 1961–1996
Matti Luukkainen
Die Herausbildung der grammatischen Kategorie des Genus verbi im Deutschen : Eine historische Studie zu den Vorstufen und zur Entstehung des deutschen Passiv-Paradigmas.
Michail Kotin
Die historische Entwicklung der Perfektkonstruktionen im Deutschen
Susumu Kuroda
Wahr-Sagen. Futur, Modalität und Sprecherbezug im Deutschen
Thomas A. Fritz
Das heterogene »sich lassen« : Zu syntaktischen und funktional-semantischen Aspekten passivisch interpretierbarer »sich-lassen«-Konstruktionen
Petra Szatmári
Wortbildungsstrategien in der Werbung : Zur Funktion und Struktur von Wortneubildungen in Printanzeigen
Ulrike Krieg-Holz












