Über dieses Buch

Sind Autor:innen nur dann gute Autor:innen, wenn ihnen der finanzielle Erfolg auf dem Buchmarkt verwehrt bleibt? Mit diesem Mythos eines "unkorrumpierbaren Künstlers" (Hoppe), den auch Bourdieu zum Kern seines Modells eines literarischen Feldes macht, sehen sich Schriftsteller:innen bis heute konfrontiert. Auch wenn ihr öffentliches Selbst längst als eigene mediale Erzählung zirkuliert und eng ins Literaturmarketing eingebunden ist. Indem sie die Inszenierung von Autorfiguren untersucht, fragt diese Arbeit in Texten von J. Brandt, É. Chevillard, O. Delorme, F. Hoppe, D. Laferièrre, M. Streeruwitz und A. Volidine danach, wie heutige deutsch- und französischsprachige Autor:innen diesen Mythos fort- und umschreiben. So zeichnet sie typenbildende Muster literarischer Autorschaft nach und zeigt strukturelle Unterschiede zwischen dem deutschsprachigen, dem französischen und dem Quebecer literarischen Feld auf.

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