Der Film ist ein Zeitmedium mit ambivalenten Eigenschaften: während er in seiner Bildfolge und -taktung der Linearität der Zeit streng unterworfen ist, kann er in seinen Bildern vergangene Zeit reproduzieren sowie narrativ eigene Zeitvorstellungen erschaffen. Vor allem in den letzten 20 Jahren finden sich zahlreiche bemerkenswerte Spielfilme, die dieses Spannungsverhältnis von zeitlicher Linearität und Nonlinearität des Filmischen gekonnt ausnutzen - z.B. Memento, Babel, Inception, Eternal Sunshine of the Spotless Mind, 11:14 oder (500) Days of Summer. Entlang der Analyse dieser und weiterer Filmbeispiele, entwickelt das Buch ein Kategoriensystem, das die Erzähllogiken und Zeitkonzepte solcher Filme typologisiert und damit zur differenzierteren Betrachtung nonlinearer Narrationen im Film beiträgt. Zudem wird versucht das achronologische Erzählen im medienwissenschaftlichen Diskurs um eine potentielle (post-/moderne) Krise der Linearität zu verorten.
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Autor*in:
Reihe:
Band 32 in Marburger Schriften zur MedienforschungSprache:
Deutsch
Format:

Prekäre Moderne : Essays zur Kino- und Filmgeschichte

Screen Nightmares : Video, Fernsehen und Gewalt im Film

Dramaturgie im Autorenfilm : Erzählmuster des sozialrealistischen Arthouse-Kinos

Audiovisuelle Metaphern : Zur Körper- und Affektästhetik in Film und Fernsehen

Billy Wilder - Hinter der Maske der Komödie : Der kritische Umgang mit dem kulturellen Selbstverständnis amerikanischer Identität

Film als Raumkunst : Historische Perspektiven und aktuelle Methoden

Explorationskino: Die Filme der Brüder Dardenne : Die Entdeckung des Menschlichen und die Forderung nach Verantwortung

The cinematic child : Kindheit in filmischen und medienpädagogischen Diskursen

Das Drama der Identität im Film

Kultivierung in Serie : Kulturelle Adaptionsstrategien von fiktionalen Fernsehserien

Film und Musik als multimedialer Raum
