Mensch und Welt : Lebensphilosophie und Werteethik zwischen deutschem Idealismus und früher Moderne: Weltanschauung und Kulturkritik der Wilhelminischen Zeit

Mensch und Welt erkundet das spannungsreiche Verhältnis von Innerlichkeit und objektiver Wirklichkeit. Eucken weist naturalistische und historizistische Reduktionen zurück und entfaltet eine Philosophie des Geisteslebens, in der aktive Selbsttätigkeit Sinn stiftet. Stilistisch verbindet das Buch systematische Leitbegriffe mit essayistischen Passagen; im Umfeld der Lebensphilosophie um 1900 dialogiert es kritisch mit Positivismus und Materialismus und sucht Vermittlung mit der modernen Wissenschaft. Rudolf Eucken, 1846 in Ostfriesland geboren und langjähriger Professor in Jena, erhielt 1908 den Nobelpreis für Literatur für die kraftvolle Darstellung einer idealistischen Lebensanschauung. Geprägt von deutscher Idealtradition und christlicher Ethik, verfolgt er einen Aktivismus des Geisteslebens: Der Mensch soll nicht nur deuten, sondern gestalten. Die Umbrüche seiner Zeit schärfen sein Interesse an Sinn, Freiheit und Verantwortung. Empfehlenswert für Leserinnen und Leser, die eine anspruchsvolle Alternative zu reduktionistischen Weltbildern suchen und das Verhältnis von Person, Kultur und Natur neu bedenken wollen. Mit begrifflicher Klarheit und historischer Tiefe bietet das Buch Orientierung für heutige Debatten über Autonomie, Wissenschaft und Gemeinsinn.

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