„Faust: Eine Tragödie“ ist Goethes Lebenswerk, an dem er über sechs Jahrzehnte arbeitete. Der erste, 1808 erschienene Teil erzählt, wie der unzufriedene Gelehrte Faust mit Mephistopheles einen folgenschweren Pakt schließt: Findet Faust einen Augenblick, den er festhalten möchte, gehört seine Seele dem Teufel. Auf der Suche nach umfassender Erfahrung verführt und zerstört er die junge Gretchen, deren Schicksal in Kindsmord und Hinrichtung endet. Das Werk verbindet volkstümliche Teufelspakt-Legende, philosophische Tiefe und lyrische Sprachkunst zu einem Menschheitsdrama über Erkenntnisdrang, Schuld und Erlösung. Als Nationaldrama der deutschen Literatur beeinflusste „Faust“ Musik, Oper, bildende Kunst und Philosophie bis in die Gegenwart und gilt vielen als der Gipfel der Weltliteratur.
ÜBER DEN AUTOR
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) gilt als der bedeutendste deutsche Dichter und Universalgelehrte. Geboren in Frankfurt am Main, wirkte er jahrzehntelang als Minister am Weimarer Hof. Mit Werken wie „Faust“ und „Werther“ prägte er die Weltliteratur; zugleich forschte er zu Farbenlehre, Botanik und Geologie. Sein Leben und Schaffen stehen für die Blütezeit der Weimarer Klassik.











