Lebendig begraben : Die große Täuschung

In "Lebendig begraben" entfaltet Arnold Bennett einen psychologisch präzisen Roman über Identität, Flucht und die Verlockung eines anderen Lebens. Im Zentrum steht ein Mann, der durch eine absurde Verwechslung die Gelegenheit erhält, seine bisherige Existenz hinter sich zu lassen und gleichsam zu seinen eigenen Bedingungen neu zu beginnen. Bennett verbindet dabei satirische Beobachtungsgabe mit realistischer Detailkunst und einer feinen Analyse sozialer Rollenspiele. Der Text steht im Kontext der edwardianischen Literatur, die bürgerliche Lebensformen, Konventionen und innere Zerrissenheit mit großer Aufmerksamkeit für Milieu und Alltag untersucht. Arnold Bennett, einer der bedeutenden englischen Erzähler des frühen 20. Jahrhunderts, war berühmt für seine genaue Kenntnis gesellschaftlicher Mechanismen und seine nüchterne, zugleich humane Prosa. Seine Herkunft aus den industriell geprägten "Five Towns" und seine journalistische wie literarische Tätigkeit schärften seinen Blick für soziale Aufstiegswünsche, Selbstinszenierung und die Spannungen zwischen Individuum und Öffentlichkeit. Gerade diese Erfahrungen dürften ihn zu einem Stoff geführt haben, in dem Rückzug, Maskierung und Selbstneuerfindung zentral sind. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die klassische englische Prosa, psychologische Ironie und gesellschaftskritische Eleganz schätzen. "Lebendig begraben" ist nicht nur eine unterhaltsame Erzählung über einen radikalen Neuanfang, sondern auch eine kluge Studie über die Bedingungen persönlicher Freiheit.

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