Nur wenige Ereignisse haben mit solcher Vehemenz eine Umgestaltung der politischen Strukturen auf den Weg gebracht wie die französische Revolution, in deren Folgen nicht nur das politische Überleben des Reichs zur Disposition stand. Die Neugestaltung der überkommenen oder zerstörten Strukturen setzte eine Deutung der Ereignisse und der in ihnen Manifest gewordenen gesellschaftlichen Veränderungen voraus. Für Hegel ist die Frage nach der angemessenen Lehre, die aus diesem »Gericht« zu ziehen ist, nicht von dem Verständnis der vorausgegangenen gesamtgeschichtlichen Umwälzungen abzulösen. Der Status der Person, das Recht auf Eigentum und die Rechte des Individuums sind Wegmarken und Errungenschaften, die unabweisbar nach Institutionalisierung in den rechtlichen und politischen Grundstrukturen der modernen Gesellschaft verlangen, deren ungebremste Freisetzung allerdings auf Dauer zu Instabilitäten führt.
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Auteur(e) :
Série :
Tome 42 dans Hegel-Studien, BeihefteLangue :
allemand
Format :

Ist systematische Philosophie möglich? : Stuttgarter Hegel-Kongreß 1975

Kunsterfahrung und Kulturpolitik im Berlin Hegels

Hegels Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte

Martin Heideggers Gang durch Hegels »Phänomenologie des Geistes«

Hegels enzyklopädischer Begriff von Selbstbewusstsein

Hegels »Phänomenologie« als metaphilosophische Theorie

Abstrakte Freiheit : Zum Begriff des Eigentums bei Hegel

Kognition, Praxis und Aktivität : Die logische Isomorphie des Denkens und des Wirklichen in Hegels »Begriffslogik«

Schätze, an den Himmel verschleudert : Religion und Religionskritik bei Max Stirner

Denken in Zwecken : Bedeutung und Status der Teleologie in der theoretischen Philosophie Kants und Hegels

Individualität und Kunst : Zum Problem ihrer normativen Bestimmung in Hegels »Phänomenologie des Geistes«
