Die Literatur Christa Wolfs hat Folgen. Von Beginn an polarisierte jeder ihrer Prosatexte die Leser_innenschaft, egal ob "Nachdenken über Christa T." (1968), "Kindheitsmuster" (1976), "Kein Ort. Nirgends" (1979), "Kassandra" (1983), "Medea. Stimmen" (1996) oder der letzte Roman "Stadt der Engel" (2010). Die Mehrheit ihrer Bücher erschien in Ost und West zugleich, wurde jedoch in beiden Deutschlands unterschiedlich gelesen. Das Porträt zeigt, wie Krieg und Flucht als biographische Schlüsselerfahrung das Selbstverständnis der 1929 in Landsberg an der Warthe geborenen Autorin bestimmen und ihren ästhetischen Ausdruck in einer ‚Poetik der Schuld‘ finden. Hat die frühe protestantische Erziehung einen Anteil daran? Gefragt wird nicht nur nach dem expliziten Beitrag einer Schriftstellerin zum deutsch-deutschen Humanismus-Diskurs, sondern vor allem danach, auf welche Weise humanistische Werte die literarische Form ihrer Prosa und Essayistik über fünf Jahrzehnte hin prägen. Wie funktionierte eine auf individuelle wie gesellschaftliche Verantwortung zielende Poetik der „subjektiven Authentizität“ innerhalb des DDR-Sozialismus? Trägt ein solches Konzept nach 1989? Welche literarisch innovativen Formate bringt es hervor?
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Forfatter:
Serie:
Volum 1 i Humanistische PorträtsSpråk:
tysk
Format:

Den mörka kontinenten : Kvinnan, medicinen och fin-de-siècle

Allt om kärlek - Nya visioner

Die Ilias, oder das Gedicht von der Gewalt

Ein Gespräch über die Liebe

Om Vågorna av Virginia Woolf

Vilken typ är du? : Varför du inte kan lita på personlighetstester

Mænd forklarer mig ting

Hvis jeg falder : En beretning om usynligt arbejde

The Collected Essays of Virginia Woolf : Enriched edition. Exploring Virginia Woolf's Literary Legacy and Feminist Insights in the 20th Century

Inventing Herself: Claiming a Feminist Intellectual Heritage

Virginia Woolf: The Moment & Other Essays : Enriched edition. Exploring Literary Modernity and Feminist Thought through Essays

In The Dark Room

Heinrich Mann (1871-1950) : Zwischen „Macht der Güte“ und „Diktatur der Vernunft“

Sebastian Castellio (1515–1563) : Vorkämpfer für Toleranz im konfessionellen Zeitalter

Wilhelm von Humboldt (1767–1835) : Menschen, Sprachen, Politik

Niccolò Machiavelli (1469–1527) : Historische Vernunft und politische Macht

Marcus Tullius Cicero (106–43 v. u. Z.) : Ein Anfang des europäischen Humanismus

Ferdinand Tönnies (1855–1936) : Soziologe und Ethiker

Voltaire (1694–1778) : Schriftsteller, Intellektueller, Menschenfreund

Bertha von Suttner (1843–1914) : Freidenkerin und Pazifistin

Ulrich von Hutten (1488-1523) : Ein Mensch mit seinem Widerspruch

Heinrich Heine (1797–1856) : Emanzipation in Zeiten des Umbruchs

Alice Salomon (1872-1948) : Sozialreformerin und Frauenrechtlerin

