Reisende, Migranten, Kulturmanager : Mittlerpersönlichkeiten zwischen Frankreich und dem Wiener Hof 1630–1730

Trotz des politischen Antagonismus zwischen Paris und Wien orientierte sich der Wiener Adel ab dem 30-jährigen Krieg zunehmend an französischer Kultur, insbesondere am Repräsentationsmodell Ludwigs XIV. Der Adel initiierte durch zahlreiche Investitionen in französische Mode, Kosmetik, Innenraumgestaltung und repräsentative Karossen Kulturtransfer auf breiter Ebene. Französischsprachige Fachkräfte aus Frankreich, Lothringen und der Franche-Comté wurden angeworben. Savoyische Händler versorgten Wien mit Textilien aus Lyon, und professionell arbeitende Vermittler belieferten Wiener Adelshäuser direkt mit Galanterien aus Paris.

In diesem E-Book zeichnet Veronika Hyden-Hanscho ein genaues Bild der kulturellen Transferprozesse von Frankreich nach Wien. Die migrationshistorische Studie betrachtet dabei MigrantInnen als interkulturelle Mittler. Erkenntnisse zum Integrationsverhalten sowie zum Scheitern von Vermittlungsprozessen und Remigration ergänzen die Analyse, für die 131 MigrantInnenbiographien im Wien der Frühen Neuzeit ausgewertet wurden.

Das Werk wurde mit dem Dissertationspreis für Migrationsforschung 2011 der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet.

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Trotz des politischen Antagonismus zwischen Paris und Wien orientierte sich der Wiener Adel ab dem 30-jährigen Krieg zunehmend an französischer Kultur, insbesondere am Repräsentationsmodell Ludwigs XIV. Der Adel initiierte durch zahlreiche Investitionen in französische Mode, Kosmetik, Innenraumgestaltung und repräsentative Karossen Kulturtransfer auf breiter Ebene. Französischsprachige Fachkräfte aus Frankreich, Lothringen und der Franche-Comté wurden angeworben. Savoyische Händler versorgten Wien mit Textilien aus Lyon, und professionell arbeitende Vermittler belieferten Wiener Adelshäuser direkt mit Galanterien aus Paris.

In diesem E-Book zeichnet Veronika Hyden-Hanscho ein genaues Bild der kulturellen Transferprozesse von Frankreich nach Wien. Die migrationshistorische Studie betrachtet dabei MigrantInnen als interkulturelle Mittler. Erkenntnisse zum Integrationsverhalten sowie zum Scheitern von Vermittlungsprozessen und Remigration ergänzen die Analyse, für die 131 MigrantInnenbiographien im Wien der Frühen Neuzeit ausgewertet wurden.

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