Das Problem der Homosexualität (Kommentiert) : Erweiterte Ausgabe. Individualpsychologische Deutungen sexueller Entwicklung im Wien des frühen 20. Jahrhunderts

In "Das Problem der Homosexualität" behandelt Alfred Adler ein Thema, das im frühen 20. Jahrhundert zwischen Medizin, Psychologie, Moraltheorie und Sozialreform heftig verhandelt wurde. Der Text ist weniger als bloße klinische Abhandlung denn als individualpsychologische Deutung sexueller Entwicklung zu lesen: Adler fragt nach Minderwertigkeitsgefühlen, Lebensstil, sozialer Einbettung und Kompensation. Sein Stil verbindet kasuistische Beobachtung, theoretische Zuspitzung und argumentative Nüchternheit; zugleich bleibt das Werk erkennbar in den zeitgebundenen Begriffen seiner Epoche verankert. Alfred Adler, 1870 in Wien geboren, war Arzt, Psychotherapeut und Begründer der Individualpsychologie. Nach seiner anfänglichen Nähe zu Sigmund Freud entwickelte er eine eigenständige Lehre, die nicht Triebmechanik, sondern Gemeinschaftsgefühl, Zielgerichtetheit und subjektive Lebensentwürfe in den Mittelpunkt stellt. Seine ärztliche Praxis, seine sozialmedizinischen Interessen und die intellektuellen Debatten des Wiener Fin de Siècle prägten seine Beschäftigung mit Geschlecht, Erziehung und Abweichung. Empfehlenswert ist dieses Buch vor allem für Leserinnen und Leser, die die Geschichte psychologischer Deutungsmuster kritisch verstehen möchten. Es bietet keinen zeitgemäßen sexualwissenschaftlichen Leitfaden, wohl aber ein wichtiges Dokument der Adler'schen Theorieentwicklung und der damaligen Wissenskultur. Wer es historisch aufmerksam liest, gewinnt Einblick in die Entstehung moderner Psychotherapie und ihre Grenzen.

Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern.

- Eine prägnante Einführung verortet die zeitlose Anziehungskraft und Themen des Werkes.

- Die Synopsis skizziert die Haupthandlung und hebt wichtige Entwicklungen hervor, ohne entscheidende Wendungen zu verraten.

- Ein ausführlicher historischer Kontext versetzt Sie in die Ereignisse und Einflüsse der Epoche, die das Schreiben geprägt haben.

- Eine Autorenbiografie beleuchtet wichtige Stationen im Leben des Autors und vermittelt die persönlichen Einsichten hinter dem Text.

- Eine gründliche Analyse seziert Symbole, Motive und Charakterentwicklungen, um tiefere Bedeutungen offenzulegen.

- Reflexionsfragen laden Sie dazu ein, sich persönlich mit den Botschaften des Werkes auseinanderzusetzen und sie mit dem modernen Leben in Verbindung zu bringen.

- Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor.

- Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.

À propos de ce livre

In "Das Problem der Homosexualität" behandelt Alfred Adler ein Thema, das im frühen 20. Jahrhundert zwischen Medizin, Psychologie, Moraltheorie und Sozialreform heftig verhandelt wurde. Der Text ist weniger als bloße klinische Abhandlung denn als individualpsychologische Deutung sexueller Entwicklung zu lesen: Adler fragt nach Minderwertigkeitsgefühlen, Lebensstil, sozialer Einbettung und Kompensation. Sein Stil verbindet kasuistische Beobachtung, theoretische Zuspitzung und argumentative Nüchternheit; zugleich bleibt das Werk erkennbar in den zeitgebundenen Begriffen seiner Epoche verankert. Alfred Adler, 1870 in Wien geboren, war Arzt, Psychotherapeut und Begründer der Individualpsychologie. Nach seiner anfänglichen Nähe zu Sigmund Freud entwickelte er eine eigenständige Lehre, die nicht Triebmechanik, sondern Gemeinschaftsgefühl, Zielgerichtetheit und subjektive Lebensentwürfe in den Mittelpunkt stellt. Seine ärztliche Praxis, seine sozialmedizinischen Interessen und die intellektuellen Debatten des Wiener Fin de Siècle prägten seine Beschäftigung mit Geschlecht, Erziehung und Abweichung. Empfehlenswert ist dieses Buch vor allem für Leserinnen und Leser, die die Geschichte psychologischer Deutungsmuster kritisch verstehen möchten. Es bietet keinen zeitgemäßen sexualwissenschaftlichen Leitfaden, wohl aber ein wichtiges Dokument der Adler'schen Theorieentwicklung und der damaligen Wissenskultur. Wer es historisch aufmerksam liest, gewinnt Einblick in die Entstehung moderner Psychotherapie und ihre Grenzen.

Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern.

- Eine prägnante Einführung verortet die zeitlose Anziehungskraft und Themen des Werkes.

- Die Synopsis skizziert die Haupthandlung und hebt wichtige Entwicklungen hervor, ohne entscheidende Wendungen zu verraten.

- Ein ausführlicher historischer Kontext versetzt Sie in die Ereignisse und Einflüsse der Epoche, die das Schreiben geprägt haben.

- Eine Autorenbiografie beleuchtet wichtige Stationen im Leben des Autors und vermittelt die persönlichen Einsichten hinter dem Text.

- Eine gründliche Analyse seziert Symbole, Motive und Charakterentwicklungen, um tiefere Bedeutungen offenzulegen.

- Reflexionsfragen laden Sie dazu ein, sich persönlich mit den Botschaften des Werkes auseinanderzusetzen und sie mit dem modernen Leben in Verbindung zu bringen.

- Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor.

- Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.

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