Zwölf Märchen von Hans Christian Andersen, in denen der Winter nicht Kulisse ist, sondern die Bedingung.
Am letzten Abend des Jahres, im Schnee, ohne Schuhe: Die Pantoffeln sind beim Ausweichen vor einem Wagen weggekommen, und den ganzen Tag hat sie kein einziges Bündel verkauft. Also setzt sie sich in einen Winkel zwischen zwei Häusern und zündet eins an, nur um die Finger zu wärmen. Im Schein steht ein Ofen. Beim zweiten ein gedeckter Tisch. Beim dritten ein Baum mit tausend Lichtern.
Ein Spiegel zerspringt, und die Splitter fliegen über die ganze Welt: Wer einen ins Auge bekommt, sieht nur noch, was hässlich ist — wer einen ins Herz bekommt, friert. Gerda geht Kay suchen, durch einen Garten, in dem es immer Sommer ist, über eine Räuberburg, bis nach Lappland und Finnmark und in einen Saal aus Eis, wo er mit Scherben ein Wort legen soll, das er nicht hinbekommt.
Ein Tannenbaum will größer sein, will fort, steht dann zwei Abende lang im Kerzenlicht und danach im Dunkeln auf dem Dachboden bei den Mäusen. Ein Schneemann sieht durch eine Kellerscheibe etwas mit vier Beinen und einem glühenden Bauch, und der Hofhund rät ihm dringend ab. In einem armen Haus wird zu Weihnachten ein Märchenbuch verschenkt, von dem niemand satt wird — außer dem Jungen im Bett in der Ecke, für den es das Einzige ist, was passiert. Und in der Neujahrsnacht steigen zwölf Reisende aus einem Postwagen, jeder ein Monat, jeder mit Gepäck und Marotten.
Es gibt Wärme in diesen Geschichten. Sie ist immer hinter einer Scheibe: hoch oben in einem Fenster, hinter Glas, in einem anderen Haus.
Zwölf Geschichten für die dunklen Wochen — von Heiligabend über den tiefen Frost bis zur Jahreswende.
Enthalten sind: Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen · Der Krüppel · Der Tannenbaum · Die Lichter · Die Schneekönigin · Der Schneemann · Am äußersten Meer · Das hässliche junge Entlein · Zwölf mit der Post · Die Geschichte des Jahres · Das Schneeglöckchen · Der letzte Traum der alten Eiche
Ungekürzt im Originalwortlaut.

















