Influencer als Handelsvertreter : Eine Bewährungsprobe für § 84 HGB

Lennard Hermann Oonk untersucht, ob der § 84 HGB als Ausgangsnorm des Handelsvertreterrechts Influencer erfassen kann und ob die §§ 84–92c HGB der Praxis taugliche Instrumente an die Hand geben, um die mit dieser ausschließlich online agierenden Berufsgruppe verbundenen Problemfelder billigen Ergebnissen zuzuführen. Dabei kommt der Autor infolge einer Analyse des Pflichtenkreises der Parteien zu dem Ergebnis, dass die Merkmale des § 84 HGB bei der Installation von Affiliate-Links in Vertragskonstellationen, die sich nicht nur auf das einmalige Hochladen von Beiträgen in sozialen Medien beziehen, regelmäßig kumulativ vorliegen. Die §§ 84–92c HGB würden dabei weitgehend zu in sich konsistenten Ergebnissen führen und seien in der Lage, eine Vielzahl der Konfliktpotentiale nachhaltig interessengerecht zu lösen.

Lennard Hermann Oonk examines whether sec. 84 of the German Commercial Code (HGB) can cover influencers as a basic standard of commercial agency law and whether sec. 84–92c HGB provide practitioners with suitable instruments to bring about equitable results in problem areas relating to this professional group that operates exclusively online. Following an analysis of the parties' duties, the author comes to the conclusion that the characteristics of sec. 84 HGB are regularly present cumulatively in the installation of affiliate links in contract constellations that do not only relate to the one-time uploading of posts on social media. Sec. 84–92c HGB would largely lead to consistent results and would be able to solve a large number of potential conflicts in a sustainable, interest-oriented manner.

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