À propos de ce livre

Johann Peter Hebels „Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes“ versammelt kurze Kalendergeschichten, die Hebel ursprünglich zwischen 1803 und 1811 für einen badischen Volkskalender verfasste und die 1811 als eigenständiges Buch erschienen.

In schlichter, oft alemannisch gefärbter Sprache erzählt Hebel Anekdoten und kurze Geschichten aus dem Alltag einfacher Leute – von listigen Bauern und gerissenen Betrügern über rührende Zufallsbegegnungen bis zu Geschichten von überraschender Gerechtigkeit oder unerwarteter Güte.

Berühmt wurde vor allem die Erzählung „Unverhofftes Wiedersehen“, in der ein junger Bergmann, der bei einem Grubenunglück ums Leben kam, Jahrzehnte später unversehrt konserviert geborgen wird und von seiner inzwischen gealterten Verlobten wiedererkannt wird.

Hebels Kunst liegt in der Fähigkeit, auf kleinstem Raum mit größtmöglicher Klarheit tiefe menschliche Wahrheiten, feinen Humor und moralische Reflexion zu verbinden. Autoren wie Goethe, Tolstoi, Kafka und Ernst Bloch bewunderten Hebels Prosa als Musterbeispiel volkstümlicher Erzählkunst von zeitloser Meisterschaft.

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