Bewegende Geschichten voller Wärme, Menschlichkeit und romantischer Spannung – eingebettet in die einzigartige Atmosphäre des Schwarzwalds.
Im Schwarzwaldtal Ruhweiler ist Dr. Matthias Brunner weit mehr als nur ein Arzt. Gemeinsam mit seiner Frau Ulrike und Schwester Gertrud steht er den Menschen in jeder Lebenslage zur Seite – bei Krankheit, familiären Krisen oder den großen Fragen des Lebens und des Herzens. Während in der Landarztpraxis täglich neue Sorgen und Schicksale aufeinandertreffen, geraten auch die Bewohner des idyllischen Tales immer wieder in Situationen, die ihr Leben verändern. Zwischen traditionsreichen Familienbetrieben, geheimen Ängsten und unerwarteten Begegnungen entstehen große Gefühle, neue Hoffnungen und mutige Neuanfänge. Ob Liebe auf den ersten Blick, zerbrechendes Vertrauen oder lange verdrängte Sehnsüchte – in Ruhweiler liegen Glück und Schmerz oft nah beieinander.
»Puh!« Carina Enslin kniete auf dem Holzsteg und zerrte an der Reuse, in die an diesem Sommertag mehr Fische als üblich den Weg gefunden hatten. Jetzt verkeilte sich der uralte Holzbehälter auch noch unter dem Steg. Genervt pustete sie sich ein paar Strähnen aus der schweißnassen Stirn, zerrte noch mehrmals an dem Tau, jedoch vergeblich. »Kann ich helfen?«, hörte sie da eine Stimme hinter sich. Eine Männerstimme, tief und rauchig klingend, mit einem Timbre, das ihr Inneres in Schwingungen versetzte. Sie schaute über die Schulter. Ein paar Schritte vor ihr stand ein Mann. Nicht irgendein Mann, keiner wie die vielen aus dem Ruhweiler Tal, die ihr nachliefen. Nein, ein Mann, dessen Ausstrahlung sie auf den ersten Blick faszinierte. Er stand im Gegenlicht, das die Umrisse seiner hünenhaften Gestalt noch deutlicher skizzierte, in lederner Motorradhose, Bikerstiefeln, weißem Shirt, mit rotem Halstuch und einem so unnachahmlichen Lächeln in dem männlich geschnittenen Gesicht, das sie mitten ins Herz traf. Sie beschattete die Augen gegen die tief stehende Sonne. Ziemlich ungelenk, wie ihr schien, stand sie auf. »Hallo«, sagte sie erstaunt. Was machte er hier? Wollte er nach dem Weg fragen, suchte er ein Zimmer für die Nacht? Aus dem Augenwinkel sah sie ein silberfarbenes Motorrad auf dem Weg stehen, der zu ihrem Grundstück führte. Genau unter dem verblichenen Schild mit der Aufschrift »Pension Enslin«.










