Einsame Entscheidung : Der junge Norden 70 – Arztroman

Er kommt aus Gran Canaria und ist der Sohn von Dr. Daniel Nordens Cousin Michael und dessen spanischer Frau Sofia.

Alexander kennt nur ein Ziel: Er will Arzt werden und in die riesigen Fußstapfen seines berühmten Onkels, des Chefarztes Dr. Daniel Norden, treten. Er will beweisen, welche Talente in ihm schlummern. Dr. Norden ist gern bereit, Alexanders Mentor zu sein, ihm zu helfen, ihn zu fördern.

Alexander Norden ist ein charismatischer, unglaublich attraktiver junger Mann. Die Frauenherzen erobert er, manchmal auch unfreiwillig, im Sturm. Seine spannende Studentenzeit wird jede Leserin, jeden Leser begeistern!

Mit klopfendem Herzen betrat Lina Gerstmeier die Eingangshalle der Behnisch-Klinik. Die tiefen Fenster ließen den großen Raum hell und freundlich wirken, und die Sitzgruppe aus weißem Leder mit dem dunkel gebeizten Couchtisch und den Zeitschriften, die darauf ausgebreitet lagen, verbreitete einen Hauch von Wohnlichkeit. Auch die Cafeteria wirkte einladend, und im Großen und Ganzen herrschte trotz des beständigen Hin und Her vieler Menschen eine beinahe entspannte und sehr freundliche, fast heitere Atmosphäre. Und doch lief Lina ein kalter Schauer über den Rücken, als sie sich weiter vorwagte. Sie war sich sicher, einen Hauch von Krankenhausgeruch wahrzunehmen - diese seltsame Mischung aus Desinfektionsmitteln und etwas anderem, das sich schwer definieren ließ. War es der Geruch des Leidens, der Schmerzen, des … Todes? Die Erinnerung an den Tag, an dem sie zum letzten Mal ihre sterbende Mutter im Krankenhaus ihrer Heimatstadt Passau besucht hatte, überfiel Lina wie ein wildes Tier, das aus dem Hinterhalt auf sie zugeschossen kam, um sie zu verschlingen. Lina presste ihre Hand auf ihre Magengegend, als sie spürte, dass ein Gefühl von Übelkeit in ihr aufstieg. Sie musste einen Moment lang stehenbleiben und die Augen schließen, bis sie wieder genug Kraft gesammelt hatte, um weiterzugehen. »Geht es Ihnen nicht gut? Kann ich Ihnen irgendwie helfen?« Als Lina die dunkle, freundliche Männerstimme vernahm, brauchte sie erst einmal einen Augenblick, um zu begreifen, dass sie und nicht irgendjemand anderer gemeint war. Zögernd wandte sie sich um und schaute in die blauesten Augen, die sie je gesehen hatte. Sie waren so tiefblau wie der Himmel an einem strahlenden Sommertag. So tiefblau wie das Meer auf den Fotos von den Stränden der Karibik, die ihr Jannis, ihr Verlobter, vor ein paar Tagen in einem Reisemagazin gezeigt hatte. Lina schluckte. »Nein. Nein, danke. Es ist alles okay. Ich … ich war nur gerade ein bisschen zerstreut und in Gedanken«