Der Verwahrungsvollzug gehört zu den sensibelsten Bereichen des schweizerischen Strafrechts. Er bewegt sich im Spannungsfeld zwischen den öffentlichen Sicherheitsinteressen und den Grund- und Menschenrechten der verwahrten Person. Diese Dissertation untersucht zunächst die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz und berücksichtigt dabei nationale Grundlagen sowie menschenrechtliche Vorgaben. Eine rechtsvergleichende Perspektive richtet den Blick nach Deutschland, wo eine vertiefte Auseinandersetzung mit der menschenrechtskonformen Ausgestaltung des Sicherungsverwahrungsvollzugs bereits stattgefunden hat. Im Zentrum steht zudem die Analyse des Pilotprojekts "Verwahrungsvollzug in Kleingruppen" (ViK) in der JVA Solothurn, das neue Inputs für den Umgang mit verwahrten Personen eröffnet. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen entwickelt die Autorin Vorschläge für die künftige Ausgestaltung des Verwahrungsvollzugs zwischen Gesellschaftsschutz und der Wahrung rechtsstaatlicher Anforderungen an einen präventiven Freiheitsentzug.
Annotierter Kommentar StGB
Omar Abo Youssef, Jonas Achermann, Juerg Bloch, Mischa Demarmels, Gian Ege, Susanne Ehmann, Roger Feer, Annika E. Flattich, Corina Fuhrer, Alex Geiger, Damian K. Graf, Reto Heinzmann, Martin Hilti, Markus Husmann, Manuel Inderbitzin, Emanuel Jaggi, Alain Joset, Cathrine Konopatsch, Diego Langenegger, Julia Lüönd, Rahel Manetsch-Imholz, Julian Mausbach, Matthias Michlig, Marco Mignoli, Michael Mráz, Micha Nydegger, Pascal Ronc, Jann Schaub, Nora Scheidegger, Sine Selman, Monika Simmler, Manon Simon, Peter Straub, Patrick Uhrmeister, Luzia Vetterli, Alexandre Vonwil, Daniel S. Weber, Eva Wyler

