Der Briefwechsel zwischen Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe gehört unzweifelhaft zu den bedeutendsten Briefwechseln der Weltliteratur. Als Fundament der Weimarer Klassik dokumentiert die Korrespondenz zwischen den beiden Dichtern eine kaum zu steigernde intensive, partnerschaftliche Zusammenarbeit, die eine ganze Literaturepoche prägte.
Durch den intimen Einblick in die Werkstatt zweier herausragender Autoren ihrer Zeit zeigen uns die Briefe zwischen Schiller und Goethe ein mehr als nur kollegiales gegenseitiges Beraten, Kritisieren und Anregen bei der Entstehung vieler ihrer Hauptwerke.
Dieses Hörbuch liefert sämtliche zwischen Schiller und Goethe im Jahr 1796 gewechselten Briefe und bietet damit einen hörenswerten Zugang zum tieferen Verständnis einer literarischen Freundschaft, die in der Form der gegenseitigen Wertschätzung und der gegenseitigen Anregung ihres gleichen sucht.
Das gesamte Jahr 1796 ist von einer emsigen gemeinsamen Zusammenarbeit Goethes und Schillers geprägt, und wieder tragen beide, und jeder auf seine Weise, reife Früchte davon. Im Mittelpunkt des Austauschs stehen in der ersten Jahreshälfte die "Xenien", also jene gegen die eigene Zunft gerichtete Sammlung bissig- humorvoller Epigramme, mit deren Erscheinen, bei deren Erscheinen im Musenalmanach für das Jahr 1797 sie einen veritablen Skandal im deutschen Literaturbetrieb auslösten.
Aber die Xenien sind beileibe nicht das einzige, was die beiden Dichter in diesen Monaten verbindet. Während Goethe an seiner Elegie "Alexis und Dora", an seinem Roman "Wilhelm Meister" und an seinem Versepos "Hermann und Dorothea" arbeitet und sich daneben entomologischen und anatomischen Studien widmet, ist Schiller vollauf mit der Redaktionsarbeit seines Musenalmanachs und dem Beginn der Arbeit an seinem "Wallenstein" beschäftigt.
Mit einem einführenden Essay versehen, liefert Hörbuch-Sprecher Volker Braumann hier den dritten Teil der sämtlichen Briefe zwischen Schiller und Goethe.
