Montaigne : eine Biografie

Wir schreiben das Jahr 1941. Nach Aufenthalten in New York, New Haven und Rio de Janeiro übersiedelt Stefan Zweig, gefeierter und weltweit gelesener Schriftsteller, österreichischer und vor den Nazis geflohener Jude, mit seiner Frau Lotte in das 60 Kilometer von Rio entfernte Städtchen Petropolis, wo er einen kleinen Bungalow mietet, um dort weiter an seinen Texten zu arbeiten. Oft muss er sich zur Arbeit zwingen, denn der Krieg mit all seinen Grausamkeiten beraubt ihm der für das Schreiben notwendigen Arbeitskonzentration. Trotzdem gelingt es ihm, in der Abgeschiedenheit von Petropolis seine Autobiografie «Die Welt von Gestern» zu beenden und die «Schachnovelle» - vielleicht sein heute bekanntestes Werk – zu schreiben. Im Schatten von Autobiografie und Erzählung schreibt er zudem einen Essay über einen französischen Denker aus der Zeit der Religionskriege, von dem ihn zwar fast vierhundert Jahre trennen, zu dem er sich aber angesichts der grauenhaften Geschehnisse seiner eigenen Zeit mehr als zu jedem anderen Denker hingezogen fühlt. Der Name dieses Denkers: Michel de Montaigne.

Fragment geblieben, begibt sich Stefan Zweig in «Montaigne» auf die Spuren eines Geistesverwandten, der einst, in ähnlich herausfordernder Lage wie Zweig selbst, seinen eigenen stoischen Umgang fand mit all der Grausamkeit um ihn herum, die Kriege mit sich bringen. Und so beschwört Stefan Zweig in seiner Montaigne-Biografie gleich dreierlei: Eine Bruderschaft im Geiste, seine Liebe zur inneren Freiheit wie auch die Bewahrung der eigenen Persönlichkeit in widrigen Zeiten.

Über dieses Buch

Wir schreiben das Jahr 1941. Nach Aufenthalten in New York, New Haven und Rio de Janeiro übersiedelt Stefan Zweig, gefeierter und weltweit gelesener Schriftsteller, österreichischer und vor den Nazis geflohener Jude, mit seiner Frau Lotte in das 60 Kilometer von Rio entfernte Städtchen Petropolis, wo er einen kleinen Bungalow mietet, um dort weiter an seinen Texten zu arbeiten. Oft muss er sich zur Arbeit zwingen, denn der Krieg mit all seinen Grausamkeiten beraubt ihm der für das Schreiben notwendigen Arbeitskonzentration. Trotzdem gelingt es ihm, in der Abgeschiedenheit von Petropolis seine Autobiografie «Die Welt von Gestern» zu beenden und die «Schachnovelle» - vielleicht sein heute bekanntestes Werk – zu schreiben. Im Schatten von Autobiografie und Erzählung schreibt er zudem einen Essay über einen französischen Denker aus der Zeit der Religionskriege, von dem ihn zwar fast vierhundert Jahre trennen, zu dem er sich aber angesichts der grauenhaften Geschehnisse seiner eigenen Zeit mehr als zu jedem anderen Denker hingezogen fühlt. Der Name dieses Denkers: Michel de Montaigne.

Fragment geblieben, begibt sich Stefan Zweig in «Montaigne» auf die Spuren eines Geistesverwandten, der einst, in ähnlich herausfordernder Lage wie Zweig selbst, seinen eigenen stoischen Umgang fand mit all der Grausamkeit um ihn herum, die Kriege mit sich bringen. Und so beschwört Stefan Zweig in seiner Montaigne-Biografie gleich dreierlei: Eine Bruderschaft im Geiste, seine Liebe zur inneren Freiheit wie auch die Bewahrung der eigenen Persönlichkeit in widrigen Zeiten.

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