Identität und Krise : Erinnerungskulturen im Ägypten der 22. Dynastie

Das Thema dieser Monografie ist die Erinnerungsarbeit der von libyschen Einwanderern abstammenden 22. Dynastie (945–722 v. Chr.).

Während die Bemühungen der 25. und 26. Dynastie, "Altes" wiederaufzugreifen, weithin bekannt sind, ist die Frage nach dem Umgang mit der Vergangenheit in der davorliegenden Epoche auf diese Weise bislang noch nicht gestellt worden.

Erstmals wird das Quellenmaterial aus der 22. Dynastie, das Rückbezüge auf die Vergangenheit bezeugt, zusammengestellt (u.a. Königsnamen, rundplastische und zweidimensionale Kunst, Texte und Genealogien). Neben den Motiven und Gründen, die das Zurückgreifen auf Vergangenes bedingen, stehen die chronologische Entwicklung der Erinnerungskulturen, regional unterschiedliche Ausprägungen und das Verhältnis zwischen königlicher und privater Erinnerungsarbeit im weiteren Fokus der Untersuchung.

Abschließend wird das Phänomen in die gesamte pharaonisch-ägyptische Geschichte eingeordnet mit dem Ergebnis, dass sich Erinnerungskulturen immer dann herausbilden, wenn durch interne und externe gesellschaftliche Krisensituationen die kulturelle und kollektive Identität einer Gemeinschaft auseinanderzubrechen droht.

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