Der 1903 in München geborene Geschäftsmann, Bankier und Großspekulant Alois Miedl nahm als "Ariseur" des Amsterdamer Kunsthandels Jacques Goudstikker eine zentrale Rolle im NS-Kunstmarkt ein. Dennoch ist seine Biografie bisher nur fragmentarisch rekonstruiert worden. Wirtschafts-, rechts-, zeit- und kunsthistorische Aspekte integrierend, zeichnet die Autorin nicht nur erstmals detailliert das Miedl'sche Kunsthandelssystem in den Niederlanden von 1940 bis 1945 nach, sondern analysiert auch dessen globale Wirtschafts- und Finanzgeschäfte der Zwischen- und Nachkriegszeit. Wie sich zeigt, übertrug Miedl als Wegbereiter und Katalysator eines genuin kapitalistischen Kunstmarktes seine teils fragwürdige bis illegale "Kunst" des Geschäftemachens auf Geschäfte mit der Kunst.
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Autor*in:
Reihe:
Band 11 in Brüche und Kontinuitäten: Forschungen zu Kunst und Kunstgeschichte im NationalsozialismusSprache:
Deutsch
Format:

Die Abteilung »Kunstschutz« in Italien : Kunstgeschichte, Politik und Propaganda 1936–1963

Kunstschutz im besetzten Deutschland : Restitution und Kulturpolitik in der französischen und amerikanischen Besatzungszone (1944–1953)

Transfer of Cultural Objects in the Alpe Adria Region in the 20th Century

Die Galerie Gerstenberger und Wilhelm Grosshennig : Kunsthandel in Deutschland von der Kaiserzeit zur BRD

»Ziehet die Bahn durch deutsches Land« : Gemälde zur Reichsautobahn von Carl Theodor Protzen (1887-1956)

Raum – Zeit – Ordnung : Kunstausstellungen im Nationalsozialismus

Von wirtschaftlichem Aufstieg, Verfolgung und Exil : Die Galerie und Sammlung Thannhauser 1909–2005

Die Peripherie als Zentrum : Der Kunstbetrieb in Rosenheim und dem Chiemgau 1904–1968
