Die schönsten Liebesgeschichten der Antike versammelt Erzählungen, die den antiken Mythos, die historische Überlieferung und die moralische Parabel als vielstimmige Formen des Liebesdiskurses erschließen. Zwischen tragischer Leidenschaft, idealisierter Hingabe, erotischer Verführung und konfliktreicher Pflicht entfaltet der Band ein breites stilistisches Spektrum: realistische Erzählkunst steht neben romantischer Ausschmückung, psychologischer Beobachtung und gelehrter Rekonstruktion vergangener Welten. So erscheinen bekannte Stoffe der klassischen Tradition nicht als starres Bildungsgut, sondern als lebendige literarische Fragen nach Begehren, Treue, Macht und Schicksal. Die Beiträge von Henryk Sienkiewicz, Lewis Wallace, George Eliot, Anatole France, Georg Ebers, Robert Hamerling, Alfred Schirokauer und Franz Treller verbinden Schriftsteller unterschiedlicher nationaler und ästhetischer Prägung. Gemeinsam stehen sie in der langen europäischen Tradition der Antikenrezeption, die das Altertum zugleich historisch erforscht und für gegenwärtige ethische sowie gesellschaftliche Anliegen neu deutet. Ihre unterschiedlichen Zugänge bereichern einander: Das antike Sujet wird zum Schauplatz religiöser, kultureller und individueller Spannungen. Dieser Band empfiehlt sich als anregende Lektüre für alle, die Liebesliteratur und die Nachwirkung der Antike in ihrer Vielfalt kennenlernen möchten. Er eröffnet auf engem Raum vergleichende Perspektiven und lädt dazu ein, den Dialog zwischen den Werken als fortdauernde Auseinandersetzung mit menschlichen Grundfragen zu lesen.

Die schönsten Liebesgeschichten der Antike : Eros, Macht und Opfer zwischen Rom, Griechenland, Ägypten und dem frühen Christentum
Geschrieben von Henryk Sienkiewicz, Lewis Wallace und andere











