Reise um die Welt ist ein Bericht von Adelbert von Chamissos über die Rurik-Expedition. Chamisso reiste als Naturforscher mit. Sein Bericht enthält Aufzeichnungen aus Alaska, den pazifischen Inseln und Amerika.
Die Rurik-Expedition (1815–1818), unter der Leitung des russischen Seefahrers Otto von Kotzebue, war eine bedeutende wissenschaftliche Forschungsreise des frühen 19. Jahrhunderts. Ihr Hauptziel bestand darin, bislang unzureichend erforschte Gebiete des Pazifiks zu erkunden, neue Inseln und Küsten zu kartieren und die geografischen Kenntnisse über den Nordpazifik zu erweitern. Zugleich sollten wissenschaftliche Beobachtungen in den Bereichen Naturkunde, Ethnografie und Ozeanografie durchgeführt und wertvolle Sammlungen angelegt werden. Mit dem Schiff Rurik erforschte die Expedition zahlreiche Inselgruppen und Küstenregionen. Ihre Ergebnisse leisteten einen wichtigen Beitrag zur geografischen und naturwissenschaftlichen Erforschung des Pazifikraums.
In diesem Werk kombiniert Chamisso die Textgattungen "Tagebuch" und "Bemerkungen und Ansichten". Das Buch "Die Reise um die Welt" enthält nicht nur das, was der Autor damals während der Expedition verfasst und hinterlassen hat, sondern auch die Erzählungen und Interpretationen, die er nach seiner Reise um die Welt aus seinen Notizen und Erinnerungen zusammengestellt hat. Einige Wissenschaftler haben daher argumentiert, dass das Original zwar nominell ein Tagebuch ist, es aber aufgrund der Art und Weise, wie es umgestaltet wurde, eher als "Erzählung" denn als ursprüngliches "Tagebuch" bezeichnet werden sollte.
In der "Reise um die Welt" offenbart Adelbert von Chamisso seine Einstellung zu den neuen Dingen, die er betrachtete, und zu den Menschen der verschiedenen Regionen, die er besuchte. In seinem Schreib- und Erzählstil und den Schlussfolgerungen präsentiert sich Adelbert von Chamisso meist offen und unvoreingenommen; er beschreibt das, was er erlebt hat auf direkte und einfache Weise.











