Über dieses Buch

"Wie ich die Welt sehe" versammelt autobiografische Skizzen, politische Stellungnahmen, wissenschaftsphilosophische Reflexionen und Reden Albert Einsteins. Im Zentrum steht weniger eine systematische Darstellung der Relativitätstheorie als die Frage, welche geistigen und ethischen Konsequenzen wissenschaftliche Erkenntnis besitzt. Einstein verbindet klare, oft aphoristische Prosa mit humanistischem Pathos und entwickelt ein Weltbild, das Freiheit des Denkens, internationale Verständigung, religiöse Toleranz und persönliche Verantwortung miteinander verknüpft. Entstanden vor dem Hintergrund zweier Weltkriege, des aufkommenden Nationalismus und der revolutionären Umwälzungen der modernen Physik, steht das Werk zugleich in der Tradition europäischer Gelehrtenautobiografie und engagierter Friedensliteratur. Albert Einstein (1879–1955), einer der bedeutendsten Physiker der Moderne, veränderte mit der speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie das Verständnis von Raum, Zeit und Gravitation. Seine Erfahrungen als jüdischer Wissenschaftler in Deutschland, seine Emigration und sein öffentliches Eintreten gegen Militarismus, Nationalismus und Rassismus prägten sein Denken nachhaltig. Die Texte zeigen daher den Forscher nicht nur als Begründer neuer physikalischer Theorien, sondern auch als moralisch wachen Bürger, der die gesellschaftliche Verantwortung des Intellektuellen reflektiert. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die Einstein jenseits populärer Genialitätslegenden kennenlernen möchten. Es eröffnet einen konzentrierten Zugang zu seiner Persönlichkeit, seiner Wissenschaftsauffassung und seinem politischen Humanismus und lädt dazu ein, über das Verhältnis von Erkenntnis, Gewissen und Weltverantwortung nachzudenken.

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