Über dieses Buch

In Wien liegt die Poesie auf der Straße. Der Grant, der Zynismus, aber auch die feine Klinge der Selbstironie. Hier die dritte Ausgabe der mittlerweile Kult gewordenen Alltagspoeten. Wiener Schmäh zum Nachlesen.

Zwischen Schmäh und Tragödie ständig hin- und hergerissen: In Wien liegt die Poesie auf der Straße. Wer durch die Stadt spaziert, im Kaffeehaus sitzt, im Supermarkt einkauft, mit der Straßenbahn fährt, taucht durch unzählige Gesprächsfetzen und Alltagssituationen hindurch.

"Das sollte man doch mal aufschreiben", dachte sich Andreas Rainer vor über neun Jahren und startete die Plattform Wiener Alltagspoeten. Was als kurzes Experiment angelegt war, ist heute eine Instagram-Seite mit über 200.000 Followern. Seit 2025 gibt es auch ein Bühnenprogramm, und nun erscheint mit dem dritten Band der "Wiener Alltagspoeten" eine weitere beste Auswahl der denkwürdigsten Zitate aus Wiens Straßen, Cafés und U-Bahnen in Buchform – inklusive bisher unveröffentlichter Gustostückerl.

Wer Wien erlesen möchte, kann den Reiseführer wegpacken, denn das

echte Wien ist das der Alltagspoeten.

1130., Schönbrunner Sommernachtskonzert

Tourist:

"Why is everybody coming out?"

Polizist:

"Because it is bumm full."

41er Bim

Schaffnerin fragt zum zweiten Mal einen älteren Herren nach dem Fahrschein.

Älterer Herr: "Ah so, ich dachte, Sie wollen betteln."

Schaffnerin: "Na, des kummt dann in da Pension"

1120., Supermarkt

Vater legt Bierflaschen aufs Kassaband.

Vater zu seinem Kind: "Schau, ein Bier und ein Bier sind zwei Bier. Zwei Bier und

zwei Bier sind? Genau, vier Bier."

1120., Krankenhaus Meidling

Anästhesistin: "Nach der Narkose dürfen Sie jetzt vierundzwanzig Stunden nicht

Auto fahren."

Patient: "Ka Problem, i bin eh mit'm Motorrad da."

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