Anhand von fünf Grundlagentexten, die im Europa der Frühen Neuzeit zwischen 1499 und 1627 entstanden sind, untersucht Susanne Zepp den Anteil der jüdischen Kultur am Prozess der Herausbildung der Moderne in der Romantik: »La Celestina«, die »Dialoghi d'amore« des Leone Ebreo, der erste pikareske Roman der Weltliteratur »Lazarillo de Tormes«, die »Essais« von Michel de Montaigne und die poetisierenden Bibelbearbeitungen João Pinto Delgados. Sie stellt den Wandel der Gattungen und die literarischen Zeugnisse jener Zeit vor dem Hintergrund der Geschichte des 16. Jahrhunderts dar und zeigt, wie die Entstehung des frühmodernen Subjektbewusstseins aus literaturwissenschaftlicher Sicht auch als eine Universalisierung ursprünglich partikular jüdischer Erfahrungen erklärt werden kann.
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Autor*in:
Reihe:
Band 13 in Schriften des Simon-Dubnow-InstitutsSprache:
Deutsch
Format:

Joseph Wulf : Ein Historikerschicksal in Deutschland

Jeder Bürger Soldat : Juden und das polnische Militär (1918–1939)

Die Kritische Theorie in Amerika : Das Nachleben einer Tradition

Ein Prozess in Prag : Das Volk gegen Rudolf Slánský und Genossen

Kaufmanns Nachrichtendienst : Ein jüdisches Gelehrtennetzwerk im 19. Jahrhundert

Polens letzte Juden : Herkunft und Dissidenz um 1968

Matzpen : Eine andere israelische Geschichte

Haskala und Lebenswelt : Herz Homberg und die jüdischen deutschen Schulen in Galizien 1782–1806

Missratene Söhne : Anarchismus und Sprachkritik im Fin de Siècle

Arsenale jüdischen Wissens : Zur Entstehungsgeschichte der »Encyclopaedia Judaica«

Deutsch-jüdische Geschichtsschreibung im 20. Jahrhundert : Zu Werk und Rezeption von Selma Stern
